anne m. hilliges

Filmemacher

Schütze Alle Die Ich Lieb

Dokumentarfilm, 56 Min.

 

SABRINA (27) leidet seit ihrem 12.Lebensjahr unter Friedreich-Ataxie, einer unheilbaren Nervenkrankheit. Sie lebt in der Pfennig Parade, einer Wohneinrichtung für körperlich behinderte Menschen, als sie KASPAR (24) kennenlernt. Kaspar arbeitet als Pfleger auf Sabrinas Station, er ist gesund. „Frauen im Rollstuhl wird keine Weiblichkeit und Sexualität zugesprochen“, erzählt er. Kaspar und Sabrina verlieben sich ineinander, als Sabrina ungeplant schwanger wird. Für sie war die Nachricht über die Schwangerschaft ein „Weltzusammenbruch“, da sie der Meinung war, dass „wenn man mit sich selber nicht klar kommt, man auch keine Kinder in die Welt setzen sollte“. Das junge Paar entschied sich für das Kind, obwohl die Schwangerschaft und die Geburt für Sabrina ein gesundheitliches Risiko darstellten. Sabrinas Beziehung mit Kaspar zerbrach, Luis sieht seinen Vater jedes zweite Wochenende. Doch Kaspar bereitet sich mental bereits auf die Zukunft als alleinerziehender Vater vor, da Sabrinas Lebenserwartung auf Grund der Nervenkrankheit stark eingeschränkt ist.

 

In Gesprächen und Beobachtungen zeigt der Film, wie Sabrina selbstironisch mit ihrer Krankheit umgeht und jeden Tag für sich und ihr Kind kämpft. „Schütze alle, die ich lieb“ ist ein beobachtender Dokumentarfilm darüber, wie ein kleiner Junge seiner schwer behinderten Mutter einen Sinn im Leben gibt.

  • Idee, Regie: Anne M. Hilliges
  • Idee, Regie: Franziska Schönenberger
  • Bildgestaltung: Minsu Park
  • Produktionsleitung: Severin Höhne
  • Tonmeister: Franziska Schönenberger, Anne M. Hilliges
  • Herstellungsleitung HFF München: Ferdinand Freising

 

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